Das Rote Kreuz

Sicherheit und Vertrauen

Das Rote Kreuz

Der Ruf der Schweiz als Land mit besonderer humanitärer Tradition wurzelt auch auf der Gründung des Roten Kreuzes in Genf. 1859 wurde der Schweizer Geschäftsmann Henri Dunant Zeuge eines Gemetzels zwischen österreichischen, italienischen und französischen Soldaten nahe dem italienischen Dörfchen Solferino. Dunant organisierte Hilfe für die zehntausenden Verwundeten und rief zur Gründung von nationalen Hilfsorganisationen auf, die in Friedenszeiten Freiwillige für die Pflege von Kriegsverwundeten ausbilden. 1863 wurde durch Mitglieder der Genfer Gemeinnützigen Gesellschaft ein Internationales Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege gegründet, das seit 1876 den heute noch gebräuchlichen Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Als unparteiische, neutrale und unabhängige Organisation hat sich das IKRK seither in unzähligen Konflikten um das Wohlergehen von zivilen Opfern, Kriegsversehrten und Gefangenen gekümmert. Der drittgrößte Teil des jährlichen Budgets von etwa 1 Mrd. Franken stammt von der Schweiz (Quelle: Der Bundesrat). Die 15 bis 25 Mitglieder des Komitees sind ausschließlich Schweizerinnen und Schweizer.

Als unverwechselbares Emblem für die neutrale, unparteiliche Hilfe für alle Kriegsopfer einigte man sich 1863 auf ein rotes Kreuz auf weißem Grund - die umgekehrte Landesflagge der Heimat Dunants. 1876 wurde der Rote Halbmond als gleichbedeutendes Emblem für islamische Länder eingeführt, seit 2007 ergänzt der Rote Kristall die anerkannten Schutzembleme.